Auf deine Arbeit anwenden
Dein konkreter Arbeitsweg
Am Ende hast du: Nachvollziehbare Bildherkunft und Bearbeitung.

Herkunft bestimmen
Kläre, ob die Grafik übernommen, bearbeitet oder selbst aus Daten erstellt wurde.
Prüfbarer Zwischenstand: Eindeutige Einordnung der Darstellung.
Nutzungsrecht prüfen
Prüfe Lizenz, Erlaubnis und Bedingungen getrennt von der wissenschaftlichen Quellenangabe.
Prüfbarer Zwischenstand: Geklärte Nutzung, keine pauschale Rechtezusage.
Bearbeitung ausweisen
Dokumentiere Quelle und Änderungen in passender Beschriftung und kontrolliere Verzeichnis und Datenbezug.
Prüfbarer Zwischenstand: Nachvollziehbare Bildherkunft und Bearbeitung.
1. Den eigenen und den übernommenen Anteil unterscheiden
Frage bei jeder Abbildung getrennt: Wer hat die Daten erhoben, wer hat das Modell entwickelt und wer hat die konkrete Darstellung gestaltet? Eine neu gezeichnete Grafik wird nicht allein durch andere Farben zu vollständig eigenem Inhalt. Ebenso ist ein eigenes Diagramm aus fremden Daten etwas anderes als die unveränderte Übernahme einer veröffentlichten Abbildung. Diese Unterscheidung hilft dir, eine sachlich passende Bildunterschrift zu formulieren und die richtigen Quellen zu nennen.
Eigenes Lernbeispiel: Du zeichnest drei Prozessschritte aus einem gelesenen Modell neu und ergänzt einen vierten. Notiere für dich zunächst, welche Schritte aus der Quelle stammen und welche Ergänzung deine eigene ist. Prüfe, ob die Erweiterung den ursprünglichen Zusammenhang verändert. Die pauschale Angabe „eigene Darstellung“ würde den fremden konzeptionellen Anteil verdecken. Ein genauerer Hinweis benennt die Grundlage und erklärt die eigene Änderung, angepasst an den verbindlichen Zitierstil.
2. Quellenangabe und Nutzungsbedingungen getrennt prüfen
Ein korrekter Beleg beantwortet nicht automatisch, ob eine Abbildung in deiner konkreten Verwendung übernommen werden darf. Die MIT Libraries erläutern, dass Nutzungsrechte etwa aus bestimmten Verlagsvereinbarungen folgen können. Diese dort beschriebenen Vereinbarungen gelten nicht pauschal für Studierende anderer Hochschulen. Prüfe daher die Lizenz am Original, mögliche Einschränkungen einzelner Fremdabbildungen und die Regeln deiner eigenen Institution. Öffentliche Auffindbarkeit bedeutet für sich genommen keine freie Nachnutzbarkeit.
Lege eine eigene Entscheidungskarte an: genaue Abbildung, Rechtehinweis, geplanter Einsatz und noch offene Rückfrage. Unterscheide dabei eine Einreichung zur Prüfung von einer späteren öffentlichen Veröffentlichung, ohne daraus selbst eine allgemeine rechtliche Erlaubnis abzuleiten. Wenn die Bedingungen unklar sind, frage Bibliothek oder zuständige Fachstelle vor der Nutzung. Dieser Ratgeber gibt eine Dokumentationshilfe und ersetzt keine verbindliche juristische Prüfung. Eine ungeklärte Genehmigung solltest du nicht durch eine geschicktere Quellenformulierung überspielen.
Weiterführend: MIT Libraries: Using figures and other content from published works
3. Eine konkrete offene Lizenz vollständig beachten
Die Lizenz CC BY 4.0 erlaubt Nachnutzung und Bearbeitung unter Bedingungen, darunter angemessene Namensnennung, ein Link zur Lizenz und die Kennzeichnung von Änderungen. Creative Commons weist außerdem auf möglicherweise nicht erfasste Rechte hin. Prüfe deshalb, ob genau die verwendete Abbildung unter dieser Lizenz steht und ob die geplante Nutzung davon gedeckt ist. Andere CC-Lizenzen haben andere Bedingungen; eine Aussage über CC BY lässt sich nicht auf alle offenen Inhalte übertragen.
Eigene Prüfübung: Du findest einen offen lizenzierten Artikel, dessen Abbildung eine separate Quellenzeile mit abweichendem Rechtehinweis besitzt. Übernimm nicht einfach die Lizenz des Artikels für dieses Bild. Notiere die Abweichung und prüfe die ursprüngliche Abbildungsquelle. Bei einer tatsächlich passenden CC-BY-Grafik dokumentierst du Urheberangabe, Originalfundstelle, Lizenz und eigene Änderungen. Bewahre den geprüften Lizenzstand für deine Arbeitsunterlagen auf, damit du später nicht erneut nach den Bedingungen suchen musst.
Weiterführend: Creative Commons: Attribution 4.0 International
4. Bildunterschrift und Nachweis nach der tatsächlichen Arbeit formulieren
Schreibe zunächst eine inhaltliche Bildunterschrift: Was zeigt die Grafik, und welche Begrenzung müssen Lesende kennen? Ergänze danach den Herkunftsnachweis in der Form deines Zitierstils. Wenn du Daten selbst visualisiert hast, nenne die Datenquelle. Wenn du eine Vorlage umgebaut hast, kennzeichne die Bearbeitung. Wenn es ausschließlich ein eigenes didaktisches Beispiel ist, mache diesen Status sichtbar. Erfundenes Anschauungsmaterial darf nicht wie eine beobachtete Statistik oder ein publizierter Befund erscheinen.
Für deinen eigenen Abbildungsnachweis kann eine Tabelle vier Aufgaben bündeln: Inhalt erklären, Herkunft festhalten, Veränderung beschreiben und Nutzungsprüfung dokumentieren. Nicht jede interne Notiz muss unter der Grafik stehen. Entscheidend ist, dass die sichtbare Angabe wahrheitsgemäß ist und die übrige Dokumentation auffindbar bleibt. Kontrolliere bei einer bearbeiteten Darstellung besonders Achsen, Legende und ausgelassene Elemente. Eine formal richtige Quellenzeile korrigiert keine inhaltlich irreführende Umzeichnung.
| Eigene Dokumentationsfrage | Beispiel für einen Eintrag |
|---|---|
| Was stammt von mir? | Gestaltung und zusätzlich erläuterte Verbindung |
| Was stammt aus einer Quelle? | Grundstruktur des Modells oder Datengrundlage |
| Was wurde verändert? | Bezeichnungen übersetzt, Teilbereich ausgelassen |
| Was ist noch zu prüfen? | Abbildungsspezifische Lizenz und erforderlicher Nachweis |
5. Die Abbildung im fertigen Dokument kontrollieren
Prüfe im Export, ob Bildunterschrift und Quellenzeile mit der richtigen Abbildung verbunden sind. Nach dem Umstellen von Abschnitten können Nummern und Verweise falsch werden. Stelle sicher, dass die Grafik lesbar bleibt und ihre Aussage im Fließtext erläutert wird. Bei übersetzten Beschriftungen kontrollierst du die Begriffe am Original. Für eine öffentliche Fassung gehst du die offenen Rechtefragen erneut durch, anstatt die Prüffassung ungeprüft weiterzugeben.
Der Abschlusswerk-Zitiergenerator kann beim Formatieren der bibliografischen Grundlage helfen. Er erteilt keine Nutzungsrechte und entscheidet nicht, ob eine Bearbeitung rechtlich zulässig ist. Halte diese Grenze auch dann ein, wenn der Nachweis vollständig aussieht. Ein sauber abgeschlossener Vorgang verbindet eine verständliche Grafik mit ehrlicher Herkunft, nachvollziehbaren Änderungen und geklärten Bedingungen. Fehlt einer dieser Punkte, bleibt er als konkrete Aufgabe sichtbar.
So unterstützt dich das passende Tool
- Vorbereiten
- Prüfe Quellentyp, Autorenschaft, Titel, Jahr, Version und geltenden Zitierstil am Original.
- Ergebnis weiterverwenden
- Vergleiche die erzeugte Angabe mit Original und Leitfaden, bevor du sie übernimmst.
- Grenze der Unterstützung
- Ein formal erzeugter Nachweis bestätigt weder Existenz noch Qualität oder inhaltliche Passung der Quelle.
Dein nächster Schritt
Gehe die Prüfpunkte oben für deine eigene Arbeit durch.
Allgemeine Orientierung für wissenschaftliches Arbeiten. Fachspezifische Regeln und die aktuellen Vorgaben deiner Hochschule haben Vorrang. Unsere Tools ersetzen keine eigene Prüfung.
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